Farbkonzept Hochzeit – hast du dich auch schon mal gefragt, warum ihr unbedingt Hochzeitsfarben festlegen sollt?
Die kurze Antwort: Ihr müsst gar nichts.
Die etwas längere: Ein Farbkonzept kann euch das Planen deutlich erleichtern.
Und genau darum geht es in diesem Beitrag. Ich erkläre dir Schritt für Schritt, wie ihr euer persönliches Konzept findet, welche Elemente ihr damit gestalten könnt und wie ihr es ohne Stress umsetzt.
Denn je nachdem, welche Farben ihr für eure Hochzeit wählt, entsteht eine ganz unterschiedliche Atmosphäre und Stimmung. Farben wirken oft unbewusster, als wir denken. Sie können ruhig oder lebendig sein, elegant oder verspielt, warm oder klar.
Ein Farbkonzept hilft dabei, dass Papeterie, Blumen, Dekoration und kleine Details stimmig zusammenwirken, ohne dass ihr jedes Mal bei null anfangen müsst. Es geht nicht darum, alles perfekt aufeinander abzustimmen – sondern darum, einen roten (oder roséfarbenen, salbeigrünen oder sandfarbenen 😉) Faden zu haben.
Kurz gesagt: Ein Farbkonzept bedeutet, Farben auszuwählen, die sich wie ein roter Faden durch eure Hochzeit ziehen dürfen.
Habt ihr euch einmal darauf geeinigt, werden viele Entscheidungen automatisch einfacher. Statt hunderter Optionen pro Detail bleibt eine überschaubare Auswahl – und das spart Zeit, Nerven und Diskussionen.
Inhalt
Farbkonzept Hochzeit: Für welche Elemente könnt ihr es nutzen?
Eure Hochzeitsfarben können an ganz vielen Stellen auftauchen – dezent oder deutlich, je nachdem, was zu euch passt. Zum Beispiel bei:
- Papeterie: Save the Date Karten, Einladungskarten, Menükarten, Platzkarten, Kirchenhefte, Danksagungen
- Blumen: Brautstrauß, Anstecker, Blumendekoration bei Trauung und Feier
- Dekoration: Tischdeko, Kerzen, Stuhldetails, Gastgeschenke, Gästebuch
- Essen & Trinken: Hochzeitstorte oder Alternativen, Desserts, Candybar
- Accessoires: Schuhe, Schmuck oder kleine Details für euch als Hochzeitspaar
- Begleitpersonen: Accessoires für Freund*innen, Trauzeug*innen oder andere wichtige Menschen
- Rituale: z. B. farbiger Sand bei einer Sandzeremonie
- Digitales: eure Hochzeitshomepage
- … und allem, was euch sonst noch einfällt
Ein Farbkonzept ist kein Korsett. Es ist eher ein Werkzeug, das ihr nach Bedarf einsetzen dürft – und es hilft euch gleichzeitig, dass alles zusammenpasst und eure Hochzeit harmonisch wirkt.
Wenn ihr noch mehr Ideen sucht, wie ihr eure Hochzeitsfarben aufgreifen könnt, schaut euch meinen Beitrag 100 Ideen, eure Hochzeitsfarben aufzugreifen an.
Farbkonzept Hochzeit: So findet ihr eures
Ich sage es ganz ehrlich: Sich für Hochzeitsfarben zu entscheiden, ist nicht immer leicht. Es gibt einfach sehr viele schöne Möglichkeiten.
Ich habe unser eigenes Farbkonzept damals übrigens mehr als einmal über den Haufen geworfen. Am Ende wurde es eine Mischung aus Rosé, Kupfer, Creme und einem warmen Braunton aus Holzelementen. Und ja – es hätte auch anders kommen können.
Wenn ihr euer eigenes Farbkonzept finden möchtet, kann euch diese Vorgehensweise helfen:
1. Klärt die Rahmenbedingungen
Manche Farben funktionieren in bestimmten Kontexten einfach besser als andere. Eine Strandhochzeit fühlt sich mit Schwarz und Weinrot oft etwas schwer an, während bunte Sommerfarben im tiefsten Winter eher irritieren.
Fragt euch zum Start zum Beispiel:
- Zu welcher Jahreszeit findet eure Hochzeit statt?
- In welcher Location feiert ihr – gibt es dort bereits dominante Farben?
- Welche Farben mögt ihr beide – und welche eher gar nicht?
- Gibt es ein Motto oder eine Grundidee für eure Hochzeit?
- Habt ihr Lieblingsblumen oder bestimmte Materialien im Kopf?
- Hat eine Farbe für euch eine persönliche Bedeutung?
Es geht nicht darum, euch einzuschränken, sondern einen realistischen Rahmen zu schaffen.
2. Lasst euch inspirieren
Jetzt kommt der Teil, der vielen besonders viel Spaß macht: Lasst euch inspirieren – ganz ohne Entscheidungsdruck.
Ihr könnt in Magazinen blättern, Hochzeitsblogs lesen, auf Messen gehen oder einfach durch Instagram und Pinterest scrollen. Gerade Pinterest eignet sich gut, um ein Gefühl für Farbkombinationen zu entwickeln und herauszufinden, was euch anspricht – und was eher nicht.
Wichtig dabei: Nicht alles, was schön aussieht, muss auch zu eurer Hochzeit passen. Nehmt euch die Zeit, verschiedene Ideen auf euch wirken zu lassen, und merkt euch nur die Kombinationen, die sich für euch richtig anfühlen.
3. Legt euer Farbkonzept fest
Wenn ihr einige Favoriten gesammelt habt, wird es konkreter.
Ein bewährter Ansatz:
- Wählt zuerst eine Hauptfarbe.
- Seid dabei möglichst konkret. Nicht einfach „Blau“, sondern z. B. Taubenblau oder Navy.
- Ergänzt diese Farbe um 2–4 weitere Töne – entweder aus derselben Farbfamilie oder bewusst als Kontrast.
Überlegt gemeinsam:
- Welche Farbe soll dominieren?
- Welche Farben dürfen Akzente setzen?
- Was soll eher im Hintergrund bleiben?
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4. Erstellt ein Moodboard
Ein Moodboard hilft euch, euer Farbkonzept greifbar zu machen.
Das kann ganz analog sein (z. B. mit Magazinseiten an einer Pinnwand) oder digital – etwa auf Pinterest oder als Collage in einem Programm eurer Wahl.
Euer Moodboard darf sich entwickeln. Es ist kein starres Regelwerk, sondern ein Orientierungspunkt, zu dem ihr immer wieder zurückkehren könnt.
5. Setzt das Farbkonzept um
Jetzt dürft ihr eure Farben nach und nach in Papeterie, Blumen und Dekoration einfließen lassen.
Ein kleiner, aber wichtiger Tipp aus Erfahrung: Wenn ihr euch einmal entschieden habt, hört auf, weiter nach möglichen Farbkonzepten zu suchen. Sonst stolpert ihr zwangsläufig über neue Kombinationen, die euch auch gefallen – oder plötzlich noch besser wirken. Das kann euch verunsichern.
Euer Konzept ist gut genug. Wirklich.
Fazit
Ein Farbkonzept kann euch helfen, eine stimmige Atmosphäre für eure Hochzeit zu schaffen und Entscheidungen leichter zu treffen. Ihr dürft euch Zeit nehmen, ausprobieren, verwerfen und neu denken – und am Ende genau das Farbkonzept wählen, was sich für euch richtig anfühlt.
Nicht trendig. Nicht perfekt. Sondern passend.
Tipps für dich
- Wählt keine Farbe nur, weil sie gerade als die Hochzeitsfarbe gilt. Trends kommen und gehen – eure Hochzeit bleibt.
- Achtet bei der Papeterie darauf, dass es alle Karten im gleichen Stil gibt, wenn euch Einheitlichkeit wichtig ist.
Foto von Bruno Ngarukiye auf Unsplash

